Urlaub! :-)

Hallo Leute,
heute nur mal eine kurze Info für euch. Ihr wundert euch sicherlich warum in der letzten Zeit keine neuen Beiträge gekommen sind.

Im Moment befinde ich mich noch in meinem wohlverdienten Osterferien-Urlaub.

Ab Montag wird es jedoch genügend Lesestoff fûr euch geben.

Wahrscheinlich veranstalte ich dann nächste Woche so eine Art „Themenwoche“, wo ich euch erzähle was ich erlebt habe. 🙂

Bis Montag!

Eure Anna

Advertisements

„Dafür sind wir nicht zuständig!“

Guten Morgen Freunde!
Heute habe ich habe mal eine ganz große Bitte an euch!

Bevor ich  euch genauere Details erläutere, möchte ich jedoch etwas ganz Wichtiges klarstellen, um der Entstehung von Missverständnissen oder falschen Eindrücken vorzubeugen: Dieser Blogbeitrag soll auf GAR KEINEN FALL eine bettelnde Funktion erfüllen. Es ist lediglich ein Versuch!!! Ich habe auch erst lange überlegt, ob ich das hier überhaupt schreiben soll und habe mich letztendlich dafür entschieden.

Deswegen bitte ich euch, den Beitrag bis zum Ende zu lesen!

 

Und zwar hatte ich bis jetzt immer ein sogenantes Therapie-Dreirad zum Fahrradfahren. Ein Fahrrad, das hinten zwei und vorne ein Rad hat.

Problem bei der Sache ist allerdings, dass ich nicht in der Lage bin, alleine auf- bzw. abzusteigen und ich so in meiner Selbstständigkeit enorm eingeschränkt bin.

Deswegen kämpfe ich seit nunmehr fast einem Jahr um ein Handbike. Für diejenigen unter euch, die sich darunter nichts vorstellen können: Dabei handelt es sich um ein fahrradähnliches Gerät, was einfach vorne an den Rollstuhl angeklemmt wird. Durch zwei Kurbeln die man mit den Händen „dreht“, wird es dann angetrieben.

Dieses Handbike wird mir jedoch trotz unzähligen Arztbriefen, die sich eindeutig für das Handbike aussprechen und mehrmahligen Widersprüchen bei der Krankenkasse, abgelehnt.

Die Begründung der Krankenkasse: „Für das Handbike gäbe es keine eindeutige medizinische Indikation sondern es diene außschließlich meiner besseren Inklusion in die Gesellschaft.“ Deswegen sollen wir uns an das zuständige Integrationsamt unserer Stadt wenden.

Weiterhin heißt es im letzten Brief der Krankenkasse: „Durch den schon vorhandenen MOTOmed-Bewegungstrainer, welcher mir nach einem ebenfalls sehr langen Kampf vor zwei Jahren bewillgt wurde, sei die Anschaffung eines Handbikes aus Sicht der Krankenkasse nicht gerechtfertigt.“
Mit dem MOTOmed kann ich ja aber nicht raus auf die Straße und das Integrationsamt bezahlt uns das Handbike auch nicht, weil wir ihrer Meinung nach ein zu hohes Einkommen haben um in dieser Richtung finanziell unterstützt zu werden!!!

Die Kosten für das Handbike belaufen sich auf ca. 6000 €.

Eine Summe, die von mir und meiner Familie unmöglich alleine gestemmt werden kann.
Nun sind wir schon seit einem viertel Jahr auf der Suche nach einem oder mehreren Sponsoren! Bisher jedoch leider ohne Erfolg… 😦
Nun meine Bitte: Wenn ihr einen oder mehrere Sponsoren kennt, eine Idee habt wie man die benötigte Geldsumme zusammen bekommen könnte oder vielleicht selbst in einer Institution oder einem Unternehmen arbeitet, das Menschen in einer solchen Situation unterstützt, dann meldet euch bei mir. Ihr erreicht mich per Mail unter: rocknrollstuhl.info@gmx.de!

Möglicherweise lesen es ja Menschen, die mir bei meinem Problem behilflich sein können!
Ich möchte endlich mehr Selbstständigkeit erlangen. Dabei würde mir das Handbike eine immens große Hilfe sein!

Dieser Beitrag darf sehr sehr sehr gerne überall geteilt werden!

Vielleicht findet sich ja so ein Sponsor für mein Handbike!

 

Ich zähle auf euch meine Lieben! ❤
Danke! Das war mein Wort zum Sonntag! 😉

 

 

Ich in der Redaktion

Guten Morgen liebe Leute!

 

Wir haben es geschafft! 😀 Endlich ist Freitag! 🙂 Diese Woche war echt mega stressig. Fast jeden Tag habe ich eine Arbeit geschrieben. Insgesamt sind es fünf Arbeiten in dieser Woche gewesen. Auch heute wartet noch ein Zettel voller Fragen auf mich. Das schaffe ich jetzt aber auch noch und heute Nachmittag mache ich dann fünf Kreuze in meinen Kalender. 🙂

Aber daraum soll es heute ja eigentlich gar nicht gehen.

 

Seit Dezember letzten Jahres schreibe ich so oft wie möglich Beiträge für euch in diesem Blog.

Auch früher habe ich schon Artikel für die Zeitung geschrieben. Ich habe für euch den meiner Meinung nach besten und interessantesten Artikel, den ich bisher geschrieben habe, rausgesucht.

 

Hier könnt ihr ihn lesen: http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=128678

 

 

Ich wünsche euch einen entspannten und hoffentlich letzten Arbeitstag für diese Woche! 🙂

Lasst es heute mal langsam angehen! 😉

Ich auf der Inklusionsmesse

Guten Morgen Freunde!

Wie ich euch schon erzählt habe, war ich war gestern auf der inklusionsmesse eingeladen.

In Workshops und Vorträgen von verschiedenen Referenten wurde das Thema Inklusion genauer erklärt und beleuchtet.

Auch ich kam in einem Interview zu Wort und konnte meine Sicht zum Thema Inklusion verdeutlichen.

Unter anderem wurde ich gefragt wie ich mich in der Gesellschaft angenommen fühle, welchen bei Barrieren ich tagtäglich in unserer Stadt begegne und welchen Hobbys ich nachgehe.

In den nächsten Tagen wird es auch noch einen Zeitungsartikel zu der Veranstaltung heute geben, den ich euch dann natürlich sofort hier zur Verfügung stellen werde. 🙂

Nach den Vorträgen und einer kurzen Pause begannen die Workshops.

Ich hatte mich in den Workshop zum barrierefreien Veranstaltungsmanagement eingetragen.
Zunächst musste jedoch erstmal geklärt werden, was Barrierefreiheit überhaupt bedeutet.

Ein ganz deutliches Beispiel ist für mich die Deutsche Bahn. Ich kann mit dem Rollstuhl überhaupt nicht spontan sein und mich morgens um 10 Uhr entscheiden, nachmittags um 15 Uhr einfach mal nach Halle oder Leipzig zu fahren. Ich muss es drei Tage vorher anmelden, wenn ich ohne Begleitung mit der Bahn irgendwo hinfahren möchte. Das ist für mich nicht barrierefrei!

Barrierefreiheit beginnt für mich sowieso als allererstes in den Köpfen. Wer dem Thema Inklusion überhaupt nicht offen gegenübersteht, der wird auch nie gewillt sein,  barrierefrei zu planen oder gar zu bauen.

In diesem Fall kann Inklusion nicht gelingen.

Gemeinsam überlegten wir wie man eine Veranstaltung so barrierefrei wie nur irgendmöglich organisieren kann. Dazu dazu gehört natürlich in erster Linie die Einladung. Eine Einladung, die für alle lesbar sein sollte. Bedeutet, man sollte sie vielleicht in einfacher Sprache oder auch in Blindenschrift schreiben und eventuell noch einen Fragebogen für besondere Bedürfnisse des jeweiligen Gastes anhängen.

Weiter ging es mit der Anreise und einer optimalen Übernachtungsmöglichkeit für Menschen mit Behinderungen.

Anschließend haben wir uns alle in Rollstühle gesetzt und die Barrierefreiheit in der Praxis ausprobiert.

Unser schlussendliches Resumee: Von den von uns erprobten Strecken ist keine vollständig barrierefrei. Es wird noch ein langer Weg sein die komplette Stadt barrierefrei umzubauen.

Ich bedanke mich bei den Veranstaltern für diesen interessanten Nachmittag! 🙂

Unser Bürgerradio war ebenfalls vor Ort und hat mich während des Interviews fotografiert.
image

Bergfest!

Guten Morgen Freunde!

Bergfest!!! 🙂 🙂 🙂

Wir haben es fast geschafft! 🙂

Nur noch zwei mal aufstehen und dann ist schon wieder Wochenende. (Y) Bei mir gibt es nicht wirklich was Neues…

Heute nach der Schule bin ich auf einer inklusionsmesse eingeladen. 🙂 Mal gucken, was man da so Neues erfahren kann. Ich bin gespannt!

Ich werde euch auf jeden Fall berichten wie es war! 🙂

Schönen Mittwoch euch! 😉

„Hallo! Ich komme hier nicht raus!“

Guten Morgen Leute!

Ich hoffe ihr hattet einen entspannten ersten Wochentag gestern. 😉

Bei mir fing der Montag eigentlich ganz schön an, so wie jede Woche. Erst zur zweiten Stunde Unterricht. Da kann man morgens noch ein bisschen die Seele baumeln lassen. 😉

In der großen Pause wollte ich dann wie immer auf den Schulhof.

Um dahin zu gelangen muss ich über einen Außenfahrstuhl das Schulgebäude verlassen.

Nach kleineren Macken in der letzten Woche, funktionierte er heute endlich wieder.

Also fuhr ich wie jeden Tag vom Keller mit dem Außenfahrstuhl hoch auf den Schulhof.

Mit dem Klingelzeichen, welches das Ende der Pause signalisierte, machte ich mich wieder auf den Weg ins Schulgebäude.

Als ich in den Fahrstuhl einstieg und ein paar Zentimeter nach unten fuhr, fing er plötzlich an leicht zu holpern. Da dachte ich mir schon: „Na wenn der jetzt mal nicht stecken bleibt!“

So ganz gesund hatte er auch am Freitag nach der Reparatur noch nicht geklungen aber eigentlich habe ich mir keine weiteren Gedanken gemacht. Schließlich fuhr er ja wieder.

Doch kaum hatte ich diesen Gedanken zu Ende gedacht, blieb er auch schon stehen und rührte sich keinen Millimeter mehr. Zunächst versuchte ich stärker auf die Taste zum Herunterfahren des Fahrstuhls zu drücken. Doch es nützte nichts. Ich steckte fest! 🙂

Ich bekam einen Lachanfall und beauftragte meine Schulbegleiterin damit, zuerst ein Foto von mir im feststeckenden Fahrstuhl zu schießen. Anschließend begann sie den Hausmeister zu suchen, der mich aus dieser Lage befreien sollte. 🙂

Nach ein paar Minuten kamen mir beide zu Hilfe. Ich hatte mich immer noch nicht eingekriegt vor Lachen. 😀

Die Pause war mittlerweile beendet und der Unterricht hatte schon wieder angefangen. Ein paar Schüler, die die Zeit vertrödelt hatten, zogen noch an mir vorbei. Ein Mädchen blieb vor dem Fahrstuhl stehen und schaute mich gefühlte 10 Minuten an. „Hey du hast jetzt Unterricht. Fernsehen gucken kannst du zu Hause!“, rief ich ihr zu nachdem sie eine halbe Ewigkeit wie angewurzelt am Fahrstuhl stand und mir in die Augen schaute ohne etwas zu sagen. 🙂

Wir hatten jetzt gerade Mathe, weshalb mir das plötzliche Feststecken des Fahrstuhls eigentlich ganz gelegen kam. 🙂  Mathe gehört nämlich nicht zu meinen absoluten Lieblingsfächern…

Der Hausmeister versuchte mit allen ihm verfügbaren Mitteln den Fahrstuhl irgendwie wieder zum Laufen zu bringen. Aber vergeblich! „Warte mal kurz ich rufe bei der Firma an.“, sagte er dann.
Was sollte ich denn auch anderes machen? Ich konnte ja gar gar nicht weg von hier! 😀 😀 „Nur keine Eile ich habe Zeit!“, entgegnete ich ihm gelassen und immer noch sehr belustigt über diese ganze Situation. 😀

Nach zehn Minuten kam der Fahrstuhl- Techniker und versuchte ebenfalls den Aufzug wieder in Gang zu bringen. Dies war ihm nach kurzer Zeit dann auch gelungen.

Knapp 25 Minuten zu spät erschien ich dann doch noch im Matheunterricht!

image

Krank? Nee nur behindert!

Guten Morgen Freunde!

Diese Woche möchte ich mit einem etwas anderen Beitrag beginnen.

Aus gegebenem Anlass möchte ich euch über meine Sicht auf das Thema Behinderung informieren.

Besonders in letzter Zeit werde ich oft gefragt: „Wie schaffst du es, mit deiner Krankheit so locker und positiv umzugehen?“

Um diese Frage beantworten zu können, muss ich etwas weiter ausholen.

Natürlich sind meine Eltern an dieser positiven Einstellung zu meinem Leben und meinem Handicap nicht ganz unschuldig. Eigentlich sind sie sozusagen der „Schlüssel“ zu meiner lockeren Umgangsweise damit. Schließlich haben sie mich von Anfang an dazu animiert offen damit umzugehen. 🙂

Aber, wenn wir diese Fragestellung einmal genauer betrachten, liegt für mich der Fehler eigentlich schon ganz am Anfang.

In meinen Augen habe ich keine Krankheit. Krank bin ich, wenn ich erkältet bin oder beispielsweise einen Virusinfekt habe.

Ich bin nicht krank! Das was ich habe, ist eine Behinderung!

Ich denke, der entscheidende Unterschied zwischen einer Krankheit und einer Behinderung ist nämlich, das eine Krankheit ein vorübergehender Zustand ist.

Ein Mensch ist krank und irgendwann ist er dann wieder gesund oder er stirbt im schlimmsten Fall daran. Fakt ist aber,  das eine Krankheit vergänglich ist.

Eine Behinderung hingegen ist ein dauerhafter Zustand. Entweder man ist von Geburt an behindert, so wie ich, oder man erwirbt diese Behinderung im Laufe seines Lebens durch zum Beispiel einen Autounfall oder ähnliches.
Natürlich ist das hier ausschließlich meine Definition von Behinderung und Krankheit. Es gibt selbstverständlich auch Menschen, die ihre Behinderung als eine Krankheit ansehen.
Aber wie gesagt, für mich sind das zwei verschiedene Paar Schuhe.

Nachdem ich euch den Unterschied zwischen einer Krankheit und einer Behinderung erklärt habe, nun aber zu der eigentlichen Frage zurück: Wie schaffe ich es mit meiner Behinderung so positiv umzugehen?

Ich hatte damals die Wahl. Entweder ich setze mich in die Ecke und versinke in Selbstmitleid oder ich nehme die Situation einfach so an, wie sie ist und mache das Beste daraus.
Ich habe mich für letzteres entschieden.

Ein ganz wichtiger Punkt ist meiner Meinung nach, dass ich schon mein Leben lang überall mit dabei war und bin. Alle meine Freunde sind „Läufer“.
Trotzdem freut man sich natürlich, ab und zu auch mal mit Gleichgesinnten zusammen zu sein.

Oft mache ich auch Witze über meine Behinderung. Ich bin sehr ironisch was diese Sache angeht und mache mich auch mal gerne über mich selber lustig. 🙂

Hier ein Beispiel: Am Freitag im Gespräch mit meiner Freundin über den Heidepark: „Der Heide Park ist ein sehr behindertenunfreundlicher Freizeitpark. Dort steht an fast jeder Attraktion Betreten für Rollstuhlfahrer verboten. Finde den Fehler an dieser Aussage!“ 😀 😀 😀

Was meine Skoliose betrifft, sieht das Ganze übrigens noch ein bisschen anders aus. Auch, wenn mein Rücken in letzter Zeit aufgrund von Schmerzen immer häufiger zur Belastung für mich wird, sehe ich diesen krummen Rücken weder als eine Krankheit noch als eine Behinderung an.
Er gehört einfach zu mir, wie zu anderen Leuten Tattoos oder Piercings gehören. 🙂

Ich mache einfach das, was mir gefällt und was mir Spaß macht. Was geht und  was nicht geht, darüber mache ich mir im Vorfeld eigentlich nie sehr große Gedanken. Ich lasse die Sachen einfach auf mich zukommen und das, was funktioniert, funktioniert und das, was nicht funktioniert, funktioniert eben nicht. Meistens ist es allerdings so, dass das, was ich möchte auch klappt.

Ich habe nämlich einen ziemlichen  Dickschädel muss ich sagen. Was ich mir in den Kopf gesetzt habe, das ziehe ich auch gnadenlos durch!

Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum!  Und ganz wichtig: Lass dir dabei nicht von irgendwem reinreden,  der eigentlich gar keine Ahnung hat und trotzdem der festen Überzeugung ist nur, weil jemand im Rollstuhl sitzt kann dies oder jenes nicht funktionieren.

Das ist ganz großer Quatsch! Wenn man etwas möchte dann schafft man das auch! Der Wille ist entscheidend!

Denn wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet Gründe!

Ich mag mich so, wie ich bin und auch, wenn es für viele jetzt vielleicht ziemlich bescheuert oder unverständlich klingt, bin ich sehr froh, dass alles so ist, wie es ist. Denn ohne meinen Rollstuhl, ohne meine körperliche Einschränkung, hätte ich sehr viele Menschen, die für mich heute alle auf irgendeine Weise eine ganz wichtige Rolle in meinem Leben spielen, gar nicht erst kennengelernt. Darunter zählen meine behandelnde Orthopädin, die ich jederzeit kontaktieren kann, ganz egal, was mir auf der Seele brennt und meine Physiotherapeutin aus dem Krankenhaus. Aber natürlich auch meine Physiotherapeutin von zu Hause und mein Orthopädietechniker, der sich immer sehr rührend um meine Hilfsmittelversorgung kümmert.

Allen diesen Menschen bin ich unglaublich dankbar für das, was sie bis jetzt alles für mich getan haben und auch noch in Zukunft für mich tun werden! 🙂

Damit wünsche ich euch einen stressfreien Wochenstart. 🙂

image